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July 2005 Newsletter
 
SUMMER CONVERSATION MEETINGS
& OTHER LANGUAGE COURSES NEWS


*        Conversation meetings in the German language will be held once weekly at our premises during the summer months until the 22nd September.  No pre-booking is necessary for these meetings which are free of charge and open only to members of the Circle.      

All sessions are of two hours and commence at 6.00p.m. 

The following timetable applies:  
Members having completed the first or second years
- Grundstufe I & II: 
Sessions every Tuesday (first meeting 12th July)
 

Members having completed the third year - (Grundstufe II) or ZD course:
Sessions every Thursday (first meeting 14th July)

These sessions will be conducted by a German native speaking teacher – Frau Margitta Schoenfeld. 

*        The German-Maltese Circle is again offering German language revision courses during summer for students who are in Forms 1 to 4.  These courses consist of 20 lessons of one and a half hours each and will start on Thursday, 7th July.  We are glad to note that also this summer over 200 students from different  state, private and church schools around Malta applied for these revision classes.  For more information visit our internet site www.germanmaltesecircle.org  or kindly contact the office immediately.  

*        Other courses being offered for the Summer months are German is Easy & Fun – an introductory course in the German language for children in Years 5 and 6 in Primary Schools and short German language courses for adults called Learn German the Fun and Fast Way.  No more applications can be accepted for these courses which are fully booked.   

*        Members are informed that the results of the Grundstufe examinations as well as the results of the Goethe Institute central examinations (ZD/ZMP) will be mailed to all candidates during the month of July.   In the meantime please note that applications for the 2005-2006 German language courses are expected to open during August.  More information will be given in the next Newsletter.  

 

Der kleine Häwelmann  von Theodor Storm


Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Häwelmann. Des nachts schlief er in einem Rollenbett und auch des nachmittags, wenn er müde war; wenn er aber nicht müde war, so mußte seine Mutter ihn darin in der Stube umherfahren, und davon konnte er nie genug bekommen.  

Nun lag der kleine Häwelmann eines nachts in seinem Rollenbett und konnte nicht einschlafen; die Mutter aber schlief schon lange neben ihm in ihrem großen Himmelbett. "Mutter", rief der kleine Häwelmann, "ich will fahren!" Und die Mutter langte im Schlaf mit dem Arm aus dem Bett und rollte die kleine Bettstelle hin und her, und wenn ihr der Arm müde werden wollte, so rief der kleine Häwelmann: "Mehr, mehr!" und dann ging das Rollen wieder von vorne an. Endlich aber schlief sie gänzlich ein; und so viel Häwelmann auch schreien mochte, sie hörte es nicht; es war rein vorbei.  

Da dauerte es nicht lange, so sah der Mond in die Fensterscheiben, der gute alte Mond, und was er da sah, war so possierlich, daß er sich erst mit seinem Pelzärmel über das Gesicht fuhr, um sich die Augen auszuwischen; so etwas hatte der alte Mond all sein Lebtag nicht gesehen. Da lag der kleine Häwelmann mit offenen Augen in seinem Rollenbett und hielt das eine Beinchen wie einen Mastbaum in die Höhe. Sein kleines Hemd hatte er ausgezogen und hing es wie ein Segel an seiner kleinen Zehe auf; dann nahm er ein Hemdzipfelchen in jede Hand und fing mit beiden Backen an zu blasen. Und allmählich, leise, leise, fing es an zu rollen, über den Fußboden, dann die Wand hinauf, dann kopfüber die Decke entlang und dann die andere Wand wieder hinunter. "Mehr, mehr!" schrie Häwelmann, als er wieder auf dem Boden war; und dann blies er wieder seine Backen auf, und dann ging es wieder kopfüber und kopfunter. Es war ein großes Glück für den kleinen Häwelmann, daß es gerade Nacht war und die Erde auf dem Kopf stand; sonst hätte er doch gar zu leicht den Hals brechen können.

Als er drei Mal die Reise gemacht hatte, guckte der Mond ihm plötzlich ins Gesicht. "Junge", sagte er, "hast du noch nicht genug?"  

"Nein", schrie Häwelmann, "mehr, mehr! Mach mir die Tür auf! Ich will durch die Stadt fahren; alle Menschen sollen mich fahren sehen."  "Das kann ich nicht", sagte der gute Mond; aber er ließ einen langen Strahl durch das Schlüsselloch fallen; und darauf fuhr der kleine Häwelmann zum Haus hinaus.   Auf der Straße war es ganz still und einsam. Die hohen Häuser standen im hellen Mondschein und glotzten mit ihren schwarzen Fenstern recht dumm in die Stadt hinaus; aber die Menschen waren nirgends zu sehen. Es rasselte recht, als der kleine Häwelmann in seinem Rollenbette über das Straßenpflaster fuhr; und der gute Mond ging immer neben ihm und leuchtete. So fuhren sie Straßen aus, Straßen ein; aber die Menschen waren nirgends zu sehen. Als sie bei der Kirche vorbei kamen, da krähte auf einmal der große goldene Hahn auf dem Glockenturm. Sie hielten still. "Was machst du da?" rief der kleine Häwelmann hinauf.  

"Ich krähe zum ersten Mal!" rief der goldene Hahn herunter.  "Wo sind denn die Menschen?" rief der kleine Häwelmann hinauf.  "Die schlafen", rief der goldene Hahn herunter, "wenn ich zum dritten Mal krähe, dann wacht der erste Mensch auf."  "Das dauert mir zu lange", sagte Häwelmann, "ich will in den Wald fahren, alle Tiere sollen mich fahren sehen!"  "Junge", sagte der gute alte Mond, "hast du noch nicht genug?"  "Nein", schrie Häwelmann, "mehr, mehr! Leuchte, alter Mond, leuchte!" Und damit blies er die Backen auf, und der gute alte Mond leuchtete, und so fuhren sie zum Stadttor hinaus und übers Feld und in den dunkeln Wald hinein. Der gute Mond hatte große Mühe, zwischen den vielen Bäumen durchzukommen; mitunter war er ein ganzes Stück zurück, aber er holte den kleinen Häwelmann doch immer wieder ein.  

Im Walde war es still und einsam; die Tiere waren nicht zu sehen; weder die Hirsche noch die Hasen, auch nicht die kleinen Mäuse. So fuhren sie immer weiter, durch Tannen und Buchenwälder, bergauf und bergab. Der gute Mond ging nebenher und leuchtete in alle Büsche; aber die Tiere waren nicht zu sehen; nur eine kleine Katze saß oben in einem Eichbaum und funkelte mit den Augen. Da hielten sie still. "Das ist der kleine Hinze! " sagte Häwelmann, "ich kenne ihn wohl; er will die Sterne nachmachen." Und als sie weiter fuhren, sprang die kleine Katze mit von Baum zu Baum. "Was machst du da?" rief der kleine Häwelmann hinauf.   "Ich illuminiere!" rief die kleine Katze herunter.  "Wo sind denn die andren Tiere?" rief der kleine Häwelmann hinauf.   "Die schlafen!" rief die kleine Katze herunter und sprang wieder einen Baum weiter, "horch nur, wie sie schnarchen!"

"Junge", sagte der gute alte Mond, "hast du noch nicht genug?"   

"Nein", schrie Häwelmann, "mehr, mehr! Leuchte, alter Mond, leuchte!" und dann blies er die Backen auf, und der gute alte Mond leuchtete; und so fuhren sie zum Walde hinaus und dann über die Heide bis ans Ende der Welt, und dann gerade in den Himmel hinein.   Hier war es lustig; alle Sterne waren wach und hatten die Augen auf und funkelten, daß der ganze Himmel blitzte. "Platz da!" schrie Häwelmann und fuhr in den hellen Haufen hinein, daß die Sterne links und rechts vor Angst vom Himmel fielen.   "Junge", sagte der gute alte Mond, "hast du noch nicht genug?"  

"Nein!" schrie der kleine Häwehnann, "mehr, mehr!" und - hast du nicht gesehen! fuhr er dem alten guten Mond quer über die Nase, daß er ganz dunkelbraun im Gesicht wurde. "Pfui!" sagte der Mond und nieste drei Mal, "alles mit Maßen!" und damit putzte er seine Laterne aus, und alle Steme machten die Augen zu.  

Da wurde es im ganzen Himmel auf einmal so dunkel, daß man es ordentlich mit Händen greifen konnte. "Leuchte, alter Mond, leuchte!" schrie Häwelmann, aber der Mond war nirgends zu sehen und auch die Sterne nicht; sie waren schon alle zu Bett gegangen. Da fürchtete der kleine Häwelmann sich sehr, weil er so allein im Himmel war. Er nahm seine Hemdzipfelchen in die Hände und blies die Backen auf; aber er wußte weder aus noch ein, er fuhr kreuz und quer, hin und her, und niemand sah ihn fahren, weder die Menschen noch die Tiere, noch auch die lieben Sterne. Da guckte endlich unten, ganz unten am Himmelsrande ein rotes rundes Gesicht zu ihm herauf, und der kleine Häwelmann meinte, der Mond sei wieder aufgegangen.  

"Leuchte, alter Mond, leuchte!" rief er, und dann blies er wieder die Backen auf und fuhr quer durch den ganzen Himmel und gerade darauf los. Es war aber die Sonne, die geradeaus dem Meere heraufkam. "Junge", rief sie und sah ihm mit ihren glühenden Augen ins Gesicht, "was machst du hier in meinem Himmel?" Und - eins, zwei, drei! nahm sie den kleinen Häwelmann und warf ihn mitten in das große Wasser. Da konnte er schwimmen lernen.  

Und dann?  

Ja und dann? Weißt du nicht mehr? Wenn ich und du nicht gekommen wären und den kleinen Häwelmann in unser Boot genommen hätten, so hätte er doch leicht ertrinken können.  

Mark Scicluna    
Student at the German-Maltese Circle

Freelance Photographer and Globetrotter
Interviewed by Ingrid B. Kidder


After having listened to Mark Scicluna for only a short while, the word “Globetrotter” came to my mind as the most befitting for this widely traveled young gentleman. Although presently more ‘domesticated’ – he is happily married and living at Zejtun with his wife Suzanne and nine months’ old Francesca - he literally takes to his wings as often as possible in a Piper Cherokee, which he owns together with three friends - or he may hire an aircraft in Malta or abroad. In order to fly this bird he got his Private Pilot’s License (CAA Civil Aviation Authority) in East Anglia, UK, some eight years ago. With this sport he combines his professional inclination for aerial photography and as an accredited press photographer, covering also the immediate neighbours of Malta, mainly Sicily and Tunisia.  

However, after he qualified and gained the M.S.T.I. (Member of the Society of Technicians in Insurance) from the Chartered Insurance Institute (London), he accepted a regular position with a local insurance company where he deals with clients in general business i.e. boats, houses, travel etc. He is particularly happy about this, as his wife, a paediatric nurse, is working night shifts at a hospital, so both parents are taking care of the baby alternatively. 

Mark Scicluna’s own childhood was quite different. Due to his father’s work his parents lived in various countries, and Mark and his sisters grew up mostly in Tripoli and Cairo. He speaks classic Arabic, and regarding the European languages he is fluent in Italian and French, naturally also fluent in his two home languages English and Maltese. As if this was not enough, he introduced himself to the German language some years ago and became an ardent student at the German-Maltese Circle finishing his first year now. Possibly his interest in German football had something to do with this, as he is an enthusiastic fan of the German National Team, “But my favourite team is Bayern München” he says, and adds that he is – of course – a member of the Fan Club in Munich. However, as far as practice of the German language is concerned, he regrets that in his normal routine he lacks the possibilities of practising it. But nevertheless he has booked his next course already at the Circle! 

Reverting to the globetrotting, he developed – or perhaps was born with - a flair for the “out of reach” worlds and wild life. His favourite animal, also featuring on this page, is an orang-utan lady by the name of Suzi, resident in the deep jungles of Borneo. Mark is still basking in the memory of this episode - of when this wild – and unpredictable – ape of nearly man-size allowed him to touch her, a fact which is most uncommon amongst animals that are born in the wild. Next on the list of his most admired creatures are snakes, tropical butterflies and birds of which there are plenty different and colourful species on the many hot and humid islands of Indonesia, which he visited. He also travelled through the two vastly different parts of Malaysia, i.e. the Western Peninsula and the Eastern areas of Sabah and Sarawak, though the pulsating life in Kuala Lumpur fascinated him just as much.  

Back to the northern hemisphere, he took a special interest in the four Scandinavian countries, as well as Iceland and Greenland. He stayed and lived with the Sami people, the Lapps, of the Northern tip of Europe and learned how to handle reindeer drawn sledges. He even got his licence as “Reindeer Driver” with his thumb print as signature. So if you are in need of a genuine Father Christmas complete with sleigh, you could contact Mark, who might come with the jingle bells and all.  

While acclimatizing even more to winter temperatures in Alaska, down to minus 55 degrees C, he had the possibility to join a North Pole expedition with dog sleighs. Again he shared his accommodation with the indigenous population of Inuits (formerly known as Eskimos), who contrary to Mark, were not at all perturbed by the cold. The members of the excursion set out with their provisions and long rows of yapping dogs in February. However, so he remembers sadly, by middle of March they had to abandon the plan, as the ice began to crack already. This would either be attributed to an abnormally early “summer” or to the general global warming affecting also the ice at the poles. So, alas, he never reached the top of the world. 

But he has other plans for adventures in other countries, which he and his wife intend to venture into once little daughter has reached “traveling age”. They are especially looking forward to visit Australia, Tasmania and New Zealand. Yet, so he says, “I am prepared to take what life offers, being open for anything that comes my way.” 

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