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January 2003 Newsletter
 
THE CERTIFICATE GIVING CEREMONY


December 2002 again brought with it the annual Certificate Giving Ceremony which officially rounded up the German language courses which the German-Maltese Circle organised during the scholastic year 2001-2002. The Karm Fenech Hall at our Messina Palace was packed to capacity with students and their guests who followed with enthusiasm this event which included an excellent saxophone and piano recital by Christine Vella and Elizabeth Saguna. The Circle’s President, Mr Albert Friggieri presented the Certificates and tokens to those students who had been successful in the Grundstufe, Zertifikat Deutsch and Zentrale Mittelstufen Prüfung courses. The German Embassy which was represented at the Ceremony by the Cultural Attaché Ms Katya Schubert, offered book tokens to those students who obtained the highest marks in their respective courses. All present were hosted to drinks after the Ceremony by the German-Maltese Circle. 

In his welcome speech, the Circle’s Secretary, Mr Victor Sammut stated that a total of 318 students were registered to the Circle’s language courses organised for adults during the scholastic year 2001-2002. Another 243 were registered to classes organised for schoolchildren both during the year as well as during the summer months. The total number of classes organised was of 34 and 19 teachers were engaged on a part-time basis throughout the year. The Staff Development Organisation from the Office of the Prime Minister sponsored 92 Government employees as part of their foreign language-training programme to our courses. The Goethe Institute examination for the Zertifikat Deutsch and the Zentrale Mittelstufen Prüfung were held in May and June while the Zentrale Oberstufen Prüfung was held in December. Nine teachers of German sat for the Großes Deutsches Sprachdiplom examination which was held in Malta for the first time last November. A Certificate Giving Ceremony was last October held in Victoria (Gozo) for those students who had concluded their language course held in Gozo, while another Certificate Giving Ceremony for students who had followed the German language course for Hotels was organised in May. 

Mr Sammut also thanked the Goethe Institute of Milan and the German Embassy in Malta who had sponsored the printing of a large quantity of posters, brochures, stickers and notepads which the German-Maltese Circle is currently using in an ambitious promotion campaign of the German language amongst Year 6 schoolchildren attending in about 100 Primary Schools in Malta and in Gozo. It was also announced that Ms Gaby Privitera and Mrs Isabel Azzopardi had each been nominated to a four-week German language scholarship at a Goethe Institute in Germany for 2003, while two teachers of German, Claudette Bonnici and Priscilla Callus were chosen by the Circle’s Committee to attend specialised courses sponsored by the Goethe Institute.

Namibia das ehemalige Deutsch-Südwestafrika
von Ingrid B. Kidder


Im November vergangenen Jahres zeigte der GMC für die Studenten mit dem Fach Deutsch der Universität Malta und des GMCs einen Dokumentarfilm über das heutige Namibia. Dieses afrikanische Land ist in unserem Fall besonders interessant, da dort auch heute noch bemerkenswert viel Deutsch gesprochen wird. Meine an dem Abend zusätzlich gegebenen Kommentare, die sich sowohl auf viele Jahrzehnte persönlicher Erfahrungen als auch auf das offizielle Zahlenmaterial des staatlichen namibischen Informationsbüros stützen, fasse ich im Folgenden kurz zusammen. Ich möchte jedoch ausdrücklich betonen, dass es sich in diesem Rahmen nur um einen gestrafften Überblick handeln kann, in dem viele Details aus Platzgründen übergangen werden mussten.

Geographie
Namibia ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Die Nord-Südachse von den Kunene und Okavango Flüssen bis zum Oranje River beträgt etwa 1500 km, West-Ost variierend 6-700 km. Als nördlichstes Anhängsel sticht der Caprivi Streifen mit weiteren etwa 450 km bis zum Sambezi River nach Osten. Dieser extrem schmale Landstreifen wurde in einem englisch-deutschen Vertrag vom 1. Juli 1890, zu dem Reichskanzler Graf von Caprivi wesentlich beigetragen hatte, dem damaligen Deutsch-Südwest zugeschlagen. Dies war übrigens der gleiche Vertrag, in dem die Nordseeinsel Helgoland in deutschen und Sansibar im indischen Ozean in englischen Staatsbesitz übergingen. Im Norden grenzt Namibia an Angola und Zambia, im Osten an Botswana und im Südosten und Süden an Südafrika. Der gesamte Westen wird von der unwirtlichen Küste zum Atlantik mit dem kalten Benguela Strom beherrscht. Dieser Küstenstreifen von einer Breite zwischen 70 und 150 km besteht hauptsächlich aus der Wüste Namib - der Ort, an dem nichts ist. Das Landesinnere ist Hochland, von einer durchschnittlichen Höhe von etwa 1200 – 1600 m, wovon der höchste Berg, ein Gipfel im Brandbergmassiv, mit 2579 m aufragt. Die Einwohnerzahl wird mit 1,8 Millionen angegeben, davon über 6% Weiße, und hiervon wiederum 25% Deutsche bzw. deutscher Abstammung. Hauptstadt ist das zentralgelegene Windhoek mit 200.000 Einwohnern. Derzeitige Hauptindustriezweige und Ausfuhr: Diamanten, Uranerze, Blei, Kupfer, Zink, Rinderzucht, Karakul, Fisch, Tourismus.

Geschichte
Bis zum fünfzehnten/sechzehnten Jahrhundert war das gesamte südliche Afrika aufgrund der ungünstigen Klimabedingungen relativ menschenleer. Im Gebiet Namibias zogen ein paar Nomadenstämme mit ihren Herden, es gab wenige sesshafte Viehzüchter, kleine Menschenrassen wie Buschmänner und Bergdamas, sowie grössere Stämme der Hereros, Hottentotten und andere. Die erste Berührung mit Europäern fand wohl im fünfzehnten Jahrhundert statt, als man von Europa aus einen Seeweg nach Indien suchte. Viele segelten an der wenig einladenden Küste vorbei, Holländer, Spanier, Portugiesen, darunter bekannte Namen wie Diego Cao, Bartholomeu Diaz, Vasco da Gama – der letztendlich auch nach Indien gelangte. Nur wenige wagten sich an Land, errichteten Kreuze als Zeichen ihrer ‘Entdeckung‘, zogen jedoch vor, weiterzusegeln. Erst im sechzehnten Jahrhundert siedelten mehr Portugiesen im heutigen Angola, und erst im siebzehnten Jahrhundet machten sich die Holländer am Kap der Guten Hoffnung (Südafrika) breit.

Das Gebiet Namibias verblieb zunächst von europäischen Einflüssen weitestgehend verschont - der Wüstenstreifen, die Namib - wurde als zu unwirtlich befunden. Hinzu kam, dass sich die umherziehenden schwarzen Stämme uneins waren und – ganz wie in Europa die Kleinkönigreiche – blutig miteinander haderten. Erst im frühen neunzehnten Jahrhundert stellten sich mehr interessierte weiße Händler ein, unter anderem ein sich für das weitere Geschick des Landes als äusserst wichtig erweisender Herr Lüderitz. Man kaufte äusserst günstig Land von den schwarzen Stämmen, was somit deutsch wurde. Walvis Bay, der bis heute einzige namibische Tiefseehafen am Atlantik, mit seinem reichen Guano-Lager wurde 1843 entdeckt und zunächst mal von den Briten annektiert. Man handelte mit Rindern, fand Kupfer, und ein gewisses Interesse an diesem Teil Afrikas sprach sich herum. Missionare brachten gleichzeitig mit dem Christentum Schulen und andere soziale Einrichtungen. Und ab 1912 wirkten auch die Johanniter hier und gründeten die ersten Krankenhäuser. 

Somit entwickelte sich eine mehr und mehr umfangreiche deutsche Besiedelung und Sesshaftigkeit der Pioniere im losen Verbund. Bis aufgrund von wiederholten Vorstellungen seitens Herrn Lüderitz der deutsche Reichskanzler Bismarck am 24. April 1884 in einem Telegramm an den deutschen Konsul in Kapstadt erklärte, dass das Gebiet nördlich des Orange Rivers ab sofort unter deutschem Schutz stünde. – Die Geburt einer deutschen Kolonie, – was 1885 die Gründung der Deutschen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika nach sich zog und der deutsche Reichskanzler drei Verwaltungsbeamte in diese Kolonie entsandte, um die staatliche Ordnung dort zu gewährleisten.

In den folgenden Jahren bis 1890 wurden zunächst die Grenzen des Gebietes festgelegt, die es dann gegen andere – wesentlich grössere Kolonialmächte zu verteidigen galt. Es handelte sich hierbei um die noch heute gültigen internationalen Landesgrenzen. Eine deutsche Schutztruppe wurde entsandt, die zunächst aus 23 Mann bestand. In diese Zeit fällt auch die Gründung der heutigen Hauptstadt Windhoek und die erste Eisenbahnverbindung von Windhoek nach Swakopmund quer durch die Namib. In der Folgezeit festigte sich schon deutscher Einfluss im Lande, was jedoch nur mit schier endlosen Klein- und Großkämpfen, drastischen Schmälerungen der eingeborenen Stammesgebiete durchgesetzt wurde und in dem großen und tragischen Aufstand der Hereros und Hottentotten 1904-06 kulminierte, der natürlich mit Hilfe der den Europäern eigenen Feuerwaffen auf das grausamste niedergeschlagen wurde. – Eine dunkle Epoche der Kolonialgeschichte.

Jedoch, nun gab es mehr Ruhe, vielleicht auch Vernunft, zur Entwicklung einer lebensfähigen Struktur, und im Hochland siedelten mehr und mehr weisse Farmer, gemäß einer Volkszählung von 1913 gab es 12.000 Weiße – hauptsächlich Deutsche. Sie züchteten Rinder und Schafe auf riesigen Farmen - zum Vergleich: in den schlechtesten Gebieten benötigten fünf Rinder Weideland etwa von der Größe Gozos, wenn sie denn gedeihen sollten. Dann brach 1914 der erste Weltkrieg aus, der auch in Afrika ganz heftig wirkte. Deutschland verlor den Krieg, und die Südafrikanische Union, damals noch Kolonie von Großbritannien, wurde im Dezember 1920 vom Völkerbund beauftragt, das Mandat über Südwestafrika zu übernehmen. Das geschah auf eine Weise, dass Südwest in Zukunft praktisch und wirtschaftlich als ein Teil der Südafrikanischen Union angesehen wurde, sich unter diesem Einfluss positiv entwickelte und auch mehr Buren aus Südafrika dort siedelten. 

Das hätte eigentlich das Ende der geschichtlichen Entwicklung sein können. Jedoch es gab einen zweiten Weltkrieg, der wiederum auch in Afrika ausgetragen wurde. Nach dessen Ende entließen die klassischen Kolonialmächte, wenn auch zähneknirschend, nach und nach ihre überseeischen Besitzungen in die Unabhängigkeit, so wurde auch die Südafrikanische Union zur Republic of South Africa (RSA). Und die noch relativ junge UNO war der Meinung, dass das bestehende Mandat seitens der RSA nicht rechtens sei. Es gab bände-füllende völkerrechtliche Auseinandersetzungen, Konferenzen, Resolutionen. War die UNO in diesem Fall die Rechtsnachfolgerin des Völkerbundes? 

Und musste sie der Mandatsvergabe von 1920 zustimmen? Eine sehr wirre Zeit, in der sich auch die SWAPO (South West Africa People’s Organisation) zusammenfand, die zunächst ganz massiv von der Sowjetunion, d.h. vor deren eigenem Zusammenbruch, unterstützt wurde. Und es gab die kommunistischen Kubaner in Angola, die von Norden her Namibia zu infiltrieren suchten. Namibia wurde zum Zankapfel für die verschiedensten Interessenten, hatte man doch zwischenzeitlich die sehr ergiebigen Diamantenfelder an der Küste in der Namib entdeckt, auch Uranerze, Blei und Zink. 

Dass diese jahrzehntelangen Unbilden letztendlich doch positiv überstanden wurden, ist sicher nicht nur der militärischen Unterstützung seitens Südafrikas, sondern auch dem ganz persönlichen Einsatzwillen und der Lebenskraft der Bevölkerung zu verdanken, die trotz allem an ihrem Hause weiterbaute, ihre Farmen bewirtschaftete, ausgezeichnete Strassen anlegte, ein bescheidenes Eisenbahnnetz errichtete, die Industrie und den Bergbau ankurbelte. Noch nicht so sehr in aller Munde war der moderne Begriff Tourismus, der heute jedoch in Namibia ganz groß geschrieben wird und eine sehr wichtige Einnahmequelle im ganzen Lande darstellt, wobei man den größten Wert auf Qualität und nicht Massentourismus legt. Mein verstorbener Mann und ich haben Südwest schon in der sogenannten “prätouristischen“ Zeit bereist, man zeltete, man schlief im Wagen, und man lebte mit der Natur, hörte und beachtete die Stimmen und Laute des Tages und der Nacht. – Afrika pur.

Doch zurück zur geschichtlichen Entwicklung: Am 21. März 1990 erreichte Namibia endlich seine Unabhängigkeit, wurde 50. Mitglied des Commonwealth und trat der UNO bei. Die neue Regierung unter Dr. Samuel Nujoma verpflichtete sich zur Aussöhnung, und die Regierung setzt sich aus Vertretern aller politischen Parteien und den meisten der Volksstämme zusammen. Und sogar Walvis Bay wurde endlich namibisch – wenn auch erst 1994 – . Diesen Hafen hatten sich die Briten immer noch als ihr Hoheitsgebiet vorbehalten.

Südwestafrika war also lediglich von 1884 bis 1920 deutsche Kolonie – 36 Jahre – und von 1920 bis 1990 südafrikanisches Protektorat. Trotzdem spricht man ein Jahrhundert später immer noch DEUTSCH. Die Leute, die Sie heute treffen, sind die fünfte bis sechste Generation dieser ersten Siedler, sowie viele neue Familien, die Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg verließen. Sie haben das Deutschtum bewahrt und gepflegt und gehen sehr sorgsam damit um. Die Farmen haben deutsche Namen, die Brötchen werden von deutschen Bäckern gebacken, der Metzger verkauft Eisbein und Leberwurst, und natürlich ist der Kunstverein deutsch. Sie können deutsche Schulen besuchen, an der Universität in Windhoek Deutsch belegen, dort gedruckte deutsche Zeitungen lesen und landauf – landab mit den meisten Menschen ganz gleich welcher Abstammung Deutsch sprechen.

Der Film, den ich nach dieser Einführung zeigte, machte die unfassbare Weite dieses Landes deutlich, seine großartigen Schönheiten, die erhabene Wüste und viele seiner Tiere, auch aus dem grandiosen Naturreservat “Etosha (weißer Fleck) Pfanne“, das von einem Herren Lindequist schon bereits 1907 im Norden angelegt wurde. 
Namib - Namibia – was in einer Eingeborenensprache soviel heißt wie : der Ort, an dem nichts ist – und doch so unendlich viel ist. 

Olaf Rieck’s corner:

Neu - Videos: Auch im neuen Video der Reihe Kubus gibt es wieder zwei Themen und ein entsprechendes Begleitheft mit deutschem und englischem Text. In “Wege zu neuer Arbeit” werden Beispiele gezeigt, wie versucht wird, die Arbeitsvermittlung erfolgreicher zu gestalten. Weiterbildung ist für Arbeitnehmer und Arbeitgeber außerordentlich wichtig. Die Möglichkeiten und Grenzen des “Electronic Learning” werden im zweiten Beitrag vorgestellt. 

Other info on the language courses 

Second Term:
Students are reminded that the lessons for the second term of the 2002-2003 Language Courses have recommenced after the Christmas and New Year holidays as from Monday, 6th January.

Conversation Meetings: Members with a good command of the German language are informed that Dr Günter Jacobs will commence his Winter 2003 conversation meetings on Wednesday, 22nd January. These weekly meetings start at 18.30hours and are expected to go on until the 26th March.

Certificates: Members who have applied for their 2001-2002 German language Certificate and have not yet collected it, are reminded that they are to do so from the office as soon as possible. In the meantime photographs taken during the Ceremony held last month are also available from the office.

New Course: A German language course for Beginners has just started with lessons of two hours each every Tuesday and Friday. A few places are still available - more information from the office.

The Circle Bar & Restaurant: Due to refurbishment and upgrading construction works currently underway it is regretted that The Circle Bar & Restaurant will be closed for two to three weeks during January. Our Bar will be open all day from Monday to Saturday under a new operator with a new decor, a new menu, professional service and as always good value for money.

Lapel Badges: Attractive lapel badges bearing the German-Maltese Circle’s logo are on sale from the office. These badges have been much in demand by our members and by the many German tourists who visit our premises.

40 Years Old: The Elysée Treaty

On January 22, 1963, Chancellor Konrad Adenauer and President Charles de Gaulle signed the Franco-German Friendship Treaty at the Elysée Palace in Paris. The agreement, which went down in history as the Elysée Traety, has brought the two neighbours ever closer together following many years of „hereditary enmity“ and bloody wars. Today, France and Germany are linked by a dense network of relations: joint research institutes and universities, an intensive youth exchange, more than 2000 town twinning schemes and innumerable personal contacts. A success story which also laid the foundation stone for the political integration of Europe. 

A very practical Franco-German cultural venture is ARTE broadcasting network which is based in Strasbourg and which started ten years ago. The original founders include the German national broadcasters ARD and ZDF as well as the French channel La Sept. ARTE has now become a European channel with over a third of its programming originating from other countries in Europe and worldwide. Programs are broadcast in French and in German. The emphasis in program content is creativity and innovation. Website: www.arte-tv.com  

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