Sonntag, 19. August 2018

Geschichte

Chev Elias Zammit, Gründer und erster Präsident des Deutsch-Maltesischen ZirkelsEs geschah am 18. Oktober 1962, als eine kleine Gruppe von Personen, die entschlossen war, die deutsche Kultur auf den Inseln bekannter zu machen, die Einladung von Chev. Elias Zammit, M.B.E., K.M., zu der Zeit Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Malta, annahm und diesen in seinem Büro in der heutigen Republic Street in Valletta aufsuchte, um einen Verein mit dem Ziel der Verbesserung der Beziehungen zwischen den zwei Nationen zu gründen

Während dieses historischen Treffens unterzeichneten die anwesenden Mitglieder in der Gegenwart des damaligen Deutschen Botschafters des Vereinigten Königreichs, Dr. Hasso von Etsdorf, die Gründungsurkunde und schufen damit die rechtliche Grundlage des Deutsch-Maltesischen Zirkels.

Die Mitglieder dieses neuen Vereins, zu der Zeit etwa 60 Personen, begannen, sich regelmäßig in den Räumlichkeiten des Deutschen Konsulats in Valletta zu treffen. Innerhalb weniger Monate wurden die ersten Statuten des Deutsch-Maltesischen Zirkels formuliert und verabschiedet. Chev. Elias Zammit wurde der erste Präsident des Zirkels. Er hielt diesen Posten bis 1965 inne. Im Jahr 1964 organisierte der Deutsch-Maltesische Zirkel seine ersten öffentlichen Veranstaltungen mit dem Besuch des Bielefelder Jugend-Kammerchors und einer aktiven Teilnahme während des öffentlichen Besuchs der deutschen Fregatten „Graf Spee“ und „Hipper“.

Umzug in die Scots Street in Valletta

Spende einer Sammlung von Holzstichen zur Apokalypse des berühmten deutschen Künstlers Albrecht Dürer an das Cathedral Museum in MdinaHerr John Pisani war der zweite Präsident des Zirkels von 1965 bis 1969. Im November 1966 mietete der Deutsch-Maltesische Zirkel eine kleine Wohnung in der Scots Street in Valletta an, in der sich die Mitglieder einmal pro Woche trafen. In demselben Jahr spendete das Komitee des Zirkels dem Kathedralenmuseum in Mdina eine Sammlung von Kupferstichen der Apokalypse des berühmten deutschen Künstlers Albrecht Dürer. Diese sind noch immer in dem sogenannten Dürersaal zu bewundern. Die ersten Deutschkurse für Erwachsene organisierte der Deutsch-Maltesische Zirkel im April 1967. Mangels geeigneter Räume fanden diese Kurse in den Räumlichkeiten des alten Universitätsgebäudes in der St. Paul’s Street in Valletta unter der Leitung des Rev. J. Milne, M.A., B.D., statt.

Nach der heißesten Debatte während einer Mitgliederversammlung in der Geschichte des Zirkels wurden im Dezember 1968 neue Statuten verabschiedet. Mit der Unterstützung des damaligen Botschafters in Malta, Dr. Karl Gustav Wollenweber, organisierte der Deutsch-Maltesische Zirkel im November 1969 ein großes Konzert unter der Teilnahme des berühmten deutschen Pianisten Prof. Detlev Krauss.

… und dann in die Gunlayer Street in Floriana

Dr. Edwin L. Craig, M.D., wurde 1969 zum Präsidenten des Zirkels gewählt, ihm folgte 1970 Chev. Carmel Fenech. Im November 1970 zog der Zirkel in eine größere Wohnung in der Gunlayer Street in Floriana. Zu den Veranstaltungen aus Anlass der Eröffnung dieser neuen Räumlichkeiten gehörte die Beethoven-Ausstellung, das Konzert von Prof. Ludwig Holscher und Prof. Karl Lautner sowie die Pflanzung von 22 Bäumen in einem Abschnitt der Boschetto Gardens, der seitdem als der „Deutsche Hain“ bekannt ist.

1971 stattete der damalige Untersekretär der Bundesrepublik Deutschland, Professor Ralph Dahrendorf, Malta einen offiziellen Besuch ab. Dieser Besuch war von größter Bedeutung für den Zirkel, verwandelte er doch den Zirkel in den gesunden Verein, der er heute ist. Auf Initiative des damaligen Deutschen Botschafters Baron York Alexander von Wendland begann Professor Ralph Dahrendorf Gespräche mit den Vertretern des Zirkels. Er erkannte schnell das Potential und die wichtige Rolle, die der Deutsch-Maltesische Zirkel bei der Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland und Malta übernehmen könnte. Durch seinen direkten Einfluss kam es dazu, dass der Zirkel regelmäßige finanzielle Unterstützung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur erhält.

Ebenfalls erwähnenswert ist, dass der Zirkel zwischen 1965 und 1975 einen Namen im Bereich von Gesellschaftsunterhaltung und sportlichen Aktivitäten hatte. Diese sehr beliebten Aktivitäten wurden regelmäßig veranstaltet und hatten eine sehr große Bedeutung in der Verbreitung des Namens und der Ziele des Zirkels. So vergrößerte sich die Mitgliederzahl rasant. Die somit steigende Nachfrage nach der deutschen Sprache und der Wunsch des Komitees, sich stärker in der Organisation von Kulturveranstaltungen zu engagieren, brachte die Notwendigkeit von größeren und zentraler gelegenen Räumlichkeiten mit sich.

Umzug in den Messina Palace

Präsident Karm Fenech während der Eröffnung des Messina Palace als Räumlichkeiten des Deutsch-Maltesischen Zirkels im Jahr 1975Daher war es sehr zur Freude und zu einer großen Zufriedenheit aller, dass der deutsche Botschafter, Herr Hans-Joachim Steinbach, zusammen mit Dr. Anton Buttigieg, dem stv. Premierminister und Justizminister, am 23. Mai 1975 in der Gegenwart vieler erhabener Gäste den Messina Palace in der St. Christopher Street in Valletta offiziell als das neue Geschäftshaus eröffneten. Dieser majestätische Palast, ehemals bekannt unter dem Namen Casa Rocca Grande, wurde zum Ende des 16. Jahrhunderts von Fra Pietro La Rocca, dem Prior von Santo Stefano und späteren Admiral der Flotte des Heiligen Ordens der Johanniter, erbaut.

Die Anzahl der Veranstaltungen, die seitdem unter Beteiligung deutscher und maltesischer Künstler und Persönlichkeiten unter der Schirmherrschaft des Deutsch-Maltesischen Zirkels organisiert wurden, sind zu zahlreich und zu verschieden, um sie sämtlich aufzuführen. Der Messina Palace bietet eine großartige und elegante Dimension für Ausstellungen, Gesangs- und Instrumentalkonzerte, Liederabende, Vorlesungen, Foren, Seminare und sämtliche Arten sozio-kultureller Veranstaltungen, die vom Deutsch-Maltesischen Zirkel organisiert wurden oder deren Gastgeber er war.

Auf die persönliche Initiative des deutschen Botschafters Kurt Schmidt organisierte der Zirkel im Jahr 1979 ein Filmfestival deutscher Opern. Diese war eine der erfolgreichsten Veranstaltungen des Deutsch-Maltesischen Zirkels, mit Tausenden von Menschen aus allen Schichten, die in die Republic Hall des Mediterranean Conference Centre in Valletta und das Catholic Institute in Floriana strömten, um diese Meisterwerke zu sehen. Zwischen 1980 und 1987 sponserte der Deutsch-Maltesische Zirkel deutsch-maltesische Gesangs- und Instrumentalkonzerte im Kathedralenmuseum in Mdina unter der Leitung von Mro. Joseph Vella. Die Hauptattraktion dieser Konzerte war die Premiere einer Partitur eines Komponisten, dessen Werke in den Archiven dieses Museums liegen. Man sagt, dass diese Konzerte einen wichtigen Teil der maltesischen musikalischen Geschichte darstellen.

Die International Certificate Conference (ICC), eine europäische Gemeinschaft mit dem Ziel der Koordination der Arbeit von Erwachsenenbildungsstätten im Bereich von Tutorenausbildung und eines einheitlichen Zertifikatsystems, hielt im November 1985 eine ihrer Konferenzen im Messina Palace ab. Zu dieser Zeit war der Deutsch-Maltesische Zirkel Mitglied des ICC. Aufgrund der Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut kann der Deutsch-Maltesische Zirkel professionelle Standards in seinen Deutschkursen garantieren. Außerdem ist er das einzige Prüfungszentrum in Malta, welches die bekannten Goethe-Institut-Zertifikate anbietet.

Das Silver Jubilee Choral and Orchestra Concert unter der Teilnahme des Akkademja Chorus and Orchestra und des LaudateFassade des Deutschen Pavillon im Jahr 1987 Pueri-Chors in der Kathedrale in Mdina im Jahr 1987 war der Höhepunkt einer Reihe von Kulturveranstaltungen unter der Schirmherrschaft des damaligen Botschafters Gottfried Pagenstert, einer vielseitigen Persönlichkeit, der großes Vertrauen in den Zirkel hatte und konstant daran arbeitete, die Bedeutung und den Bekanntheitsgrad des Deutsch-Maltesischen Zirkels nicht nur in Malta, sondern auch in Deutschland zu fördern. Im Jahr 1987 begann der Deutsch-Maltesische Zirkel mit der Organisation des Deutschen Pavillon auf der International Trade Fair, der Handelsmesse, um dort Deutschland als Maltas größten Handelspartner zu fördern. Diese Veranstaltung fand bis 2002 statt.

Eine beispiellose Entscheidung der Bundesregierung führte dazu, dass der Deutsch-Maltesische Zirkel im Jahr 1989 seine eigenen Räumlichkeiten erwarb. Die Bundesregierung finanzierte den Kauf des Messina Palace, der das Eigentum des Deutsch-Maltesischen Zirkels wurde. 40 Jahre Bundesrepublik Deutschland und 25 Jahre diplomatischer Beziehungen zwischen Malta und Deutschland in den Jahren 1989 und 1990 waren zwei Ereignisse, die der Zirkel mit der Veranstaltung eines abwechslungsreichen Programms unter Teilnahme maltesischer und deutscher Persönlichkeiten feierte. Im Jahr 1990 besuchte der erste Bundespräsident, Dr. Richard von Weizsäcker, den Messina Palace. In demselben Jahr präsentierte die Deutsche Welle dem Zirkel eine Satellitenempfangsanlage, während eine Gruppe von hundert Jugendlichen aus dem ehemaligen Ostberlin mit der Hilfe des Zirkels für einen Kulturbesuch nach Malta gebracht wurde.

Ein weiterer großer Erfolg war die musikalische Woche im Jahr 1998 unter der Schirmherrschaft von Gerhard Kunz, der Dr. Martin Florin als Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Malta ablöste. Der Höhepunkt dieser Woche war ein Konzert des Konstanzer Kammerchors in der St. John’s Co-Cathedral in Valletta, welches mehr als 700 Gäste anlockte.

Jahrestage

Im Jahr 1999 feierte der Deutsch-Maltesische Zirkel den 250. Geburtstag von Goethe mit einer Theaterproduktion von „Faust“ in den Malta Drydocks. Im Jahr 2000 ging der Zirkel online. In demselben Jahr feierte der Zirkel seinen 38. Jahrestag mit der Aufführung von Mendelsohns Oratorium „Paulus“ in der St. John’s Co-Cathedral in Valletta unter der Teilnahme des Schwäbischen Konzertchors und dem Malta National Orchestra.

Im Jahr 2001 wurde Herr Georg Merten neuer deutscher Botschafter und Herr Albert Friggieri wurde zum neuen Präsidenten des Deutsch-Maltesischen Zirkels gewählt. In demselben Jahr veranstaltete der Zirkel gemeinsam mit anderen europäischen Kulturzentren auf der Insel ILSNA – einen musikalisch-literarischen Abend aus Anlass des Europäischen Jahrs der Sprachen (EYL)  in der Nicolo Isouard Hall des Manoel Theatre. Das YEL war auch Thema des Poster- und Aufsatzwettbewerbs des Deutsch-Maltesischen Zirkels. Hunderte von Schulkindern von ganz Malta und Gozo reichten bunte Poster für diesen Wettbewerb ein. Das Jahr 2001 sah auch die Einführung der Deutschkurse für Schüler im Messina Palace.

Das 40. Jubiläum seit der Gründung des Deutsch-Maltesischen Zirkels im Jahr 2002 war von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen gekennzeichnet, dazu gehörte die zeitgenössische Tanzproduktion „Into the Blue“ der Jan Pusch Dance Company, die im Manoel Theatre gezeigt wurde.

Im Januar 2005 wurde der Zirkel Kulturgesellschaft des Goethe-Instituts. In demselben Jahr brachte der Zirkel die Compagnie Fredewess für einen Auftritt einer zeitgenössischen Tanzproduktion mit dem Namen „Body Motion“ ins Manoel Theatre.

2007 sah den Beginn der Präsidentschaft von Frau Ingrid Kidder, die erste Frau und die erste deutsche Person an der Spitze des Vereins. Der Deutsch-Maltesische Zirkel feierte seinen 45. Jahrestag im Jahr 2007 mit dem Höhepunkt des Besuchs des Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler im Messina Palace, wo er in Malta lebende Deutsche traf.

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut organisierte der Deutsch-Maltesische Zirkel das erste Festival deutscher Filme in St. James Cavalier im Jahr 2009, eine Veranstaltung, die sich seitdem großer Beliebtheit erfreut. In demselben Jahr erhielt der Deutsch-Maltesische Zirkel die Lizenz als Prüfungszentrum des Goethe-Instituts. Damit wurden alle Goethe-Institut-Zertifikate in Malta erhältlich. Unser Verein übernahm eine führende Rolle in der Organisation der „Welcome to Malta!“-Messe im Oktober 2010 in der Maria Assumpta Mädchenoberschule in Hamrun. Diese Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des deutschen Botschafters Bernd Braun wurde von mehr als 1000 Schülern und Schülerinnen der deutschen Sprache in Malta und Gozo besucht.

GMC 50th anniv v6_webIm Jahr 2012 wurde Ing. Arthur Ciantar zum siebten Präsidenten des Deutsch-Maltesischen Zirkels gewählt. Außerdem feierte der Zirkel sein 50. Jubiläum. Aus diesem Anlass fanden viele Veranstaltungen statt, die Höhepunkte waren die Tanzchoreografie von Irina Pauls auf dem St. George’s Square in Valletta und das Konzert des Kölner Mandolinenorchesters „Harmonie“ unter der Leitung von Sergei Kurdiaschow in der Sir Temmi Zammit Hall.

Kontakt

Messina Palace, 141 Triq San Kristofru,
Valletta VLT1465, Malta
(+356) 2124 6967

Mitgliedschaft

Malteser und Deutsche, die entweder dauerhaft oder nur für eine befristete Zeit in Malta ansässig und im Alter von 18 Jahren oder älter sind, können dem Deutsch-Maltesischen Zirkel als Mitglieder beitreten. Bona-fide-Schüler/innen im Alter von 14 bis 18 Jahren werden als Junior-Mitglieder aufgenommen.

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Aktivitäten

Dance Performance "Open Waters"

Der Deutsch-Maltesische Zirkel veranstaltet regelmäßig die verschiedensten Aktivitäten wie Ausstellungen, Filmshows, Foren, Kulturausflüge, Vorlesungen, Seminare, Konzerte, Auftritte deutscher Chöre, Chanson-Abende, soziale und Sportveranstaltungen, also alles, was der maltesischen Bevölkerung die deutsche Kultur und die deutsche Lebensweise näher bringen kann.

Infos zu kommenden Veranstaltungen – hier klicken.
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Bibliothek

Section of the Dorothea von Wendland Library

Die Bibliothek des Deutsch-Maltesischen Zirkels wurde nach Dorothea von Wendland, der Gattin eines ehemaligen deutschen Botschafters, benannt, welche in den frühen 1970er Jahren entscheidend an der Einrichtung einer Leih- und Referenzbibliothek in den vormaligen Räumlichkeiten des Zirkels in Floriana beteiligt war.

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Restaurant & Café

Image of Coffee and Croissant

Durch die elegante Eintrittshalle erreichen Sie das im umgebauten Innenhof gelegene Restaurant & Café, wo sich unsere Gäste zu einem Kaffee, einem Mittagessen oder auch einer kleinen Zwischenmahlzeit treffen.

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