Ein Nachtstück von den nihilistischen Tiefen und Untiefen in den Herzen junger Leute in der Umgebung eines alten Pariser Literaten. Die Bosheit, und zwar die Bosheit als Lüge, als Freude an der Maske und als Freude an der Macht. die in der Maskierung gewonnen wird - das ist der eigentliche Gegenstand dieses Romans. Hier seilen wir ihn auf immer neu erregende und bestürzende Weise am Werke, den alten Höhlenforscher, den Befahrer der unterirdischen Gewässer, wie er seine furchtbare Beute an die Oberfläche bringt: die verzweifelte Eitelkeit des Mode Autors, der sich leergeschrieben hat; den kalten, aber weinerlichen Zynismus der beiden jungen Männer: Olivier, hartes Herz, und dünne Nerven, ohne Willen , seiner selbst überdrüssig, und Philipp, der sich umbringt, für nichts und wieder nichts, aus ungeheuerer tödlicher Langeweile und Einsamkeit und weil er niemanden hassen und niemanden lieben kann; schließlich Simone, mit Haut und Haaren der Lüge anheimgefallen, die mordet, um der Lügenwelt in sich zum Leben zu verhelfen, diesem Alptraum, in den sie uns Trotz eingetreten war, aus jenem entsetzlichen Eigenhaß im Grunde, der die tiefste und verborgenste Quelle der Bosheit ist. Eine furchtbare Beute, luftig, die der auf mystische Weise mit dem Bösen Vertraute uns vor die Füße wirft, kaum zu ertragen, wenn nicht der letzte Satz wäre: »Vielleicht blieb noch eine Hoffnung: ... zu bekennen, daß sie geschlagen war...
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