| Mit diesem Buch hat Werner Bergengruen jene Karsicht, jene Unbeschwerheit erricht, mit der ein Mann, wenn er zu meditieren beginnt, im Grunde genommen sich selber erzählt. Ob er von Genf spricht, der lieblich-bedeutsamen Kulisse seiner Begegnung mit einer Dame, die im Mittelpunkt steht als eine überaus anmutige Frauengestalt von graziösem Selbstbeußtsein und der ein Platz in der Weltliteratur gewiß ist; ob er von seinem Stammcafe vor der Porta di San Miniato in Florenz erzählt oder von seiner Passion für Pferde; ob er über Tanten ins Sinnen gerät oder über das Augurenlächeln zweier glückbringender Kaminkehrer: die Daten seines Lebens und seiner Begegnungen sind zugleich die Daten einer groß, alles umfassenden Geschichte, die man den Weltenlauf zu nennen sich nicht sheuen sollte. Alles ist voller Sinnbildichkeit, vor allem aber volle Sinnenhafttigkeit und Wirklichkeit - wandlungsfähig und unerschöpflich wie das Leben selbst. |