| Griechenland ! Sind nicht schon unendlich viele Bücher über dieses Thema geschrieben worden? Gibt es noch etwas über das alte und neue Hellas ZU sagen? Nun, Göran Schildt findet zunächst einen noch nicht tausendmal erschöpften Ausgangspunkt. Im Kielwasser des Odysseus segelte er mit seiner Ketsch, deren ganze Besatzung aus ihm und seiner Frau bestand, nach Griechenland. Er fand antike Tempel, weiße Inseln im weinroten Meer, verfallene Burgen und Paläste; er fand romantische Häfen, Pilgerzüge zu heiligen Muttergottes-bildern, einsame Fischerdörfer und laute Winzerfeste. Um die Südspitze Italiens herum erreichte er Ithaka, kam durch den Golf von Korinth nach Athen, geriet auf dem Weg nach den Zykladen in den Meltemia, den harten Nordwind der Ägäis, und wäre zweimal fast untergegangen. Über Kreta kehrte er wieder zurück. Das Buch jedoch ist viel mehr als ein Bericht von Segelabenteuern, sonst hätte es wohl auch nicht in Schweden, der Heimat des Verfassers, ebenso wie in USA, England, Frankreich, Italien, Finnland und den Niederlanden solchweite Verbreitung und Anerkennung gefunden. Es ist nicht mehr und nicht weniger als eine Auseinandersetzung des modernen Menschen mit der Antike. Was haben uns Olympia, Delphi, Epidauros und die Akropolis heute noch zu sagen ? Ganz bewußt stellt sich Göran Schildt diese Frage und versucht, von seinem eigenen, oft eigenwilligen Standpunkt aus eine Antwort zu finden. »Schilde ist ein Mann, der sich nicht mehr als nötig auf Bücher und die Meinungen anderer verläßt, der gereist ist, geprüft und verglichen hat, bis seine Gedanken wirklich eigene und nebenbei der Beachtung durchaus wert geworden sind.« So urteilen über ihn die Londoner Times. -Daß er es dabei versteht, mit den heute lebenden Griechen -Bauern, Fischern und Gelehrten - in Verbindung zu kommen, daß er von den kleinen und großen Zwischenfällen seiner Reise unterhaltsam zu erzählen weiß, macht das Buch zum Erlebnis. |