Wann ist ein Briefkasten kein Briefkasten? Gerald Mopils fällt zwar nicht wie Alice in ein Kaninchenloch, doch sein nächtlicher Gang zum Briefkasten führt ihn hinab in eine nicht minder groteske Geschichte. Er wird von Posträubern entrührt -und entkommt. Das glaubt ihm niemand, schon gar nicht die Polizei. Mopils will es wissen; er erfährt mehr als ihm lieb ist. Der Ich-Erzähler ist kein global player, sondern ein local loser: zwischen seinem Job als Pförtner einer Kinderklinik und der kri-selnden Ehe mit einer Vikarin sitzt er im 32. Semester an seiner Promotion über den späten Wittgenstein. Alle anderen sind weiter als er; da, wo sie sind, will er nicht hin. Leichtfüßig führt der Autor auf dem Weg von Mopils privaten Ermittlungen durch die Sommernacht und in Situationen, deren doppelbödige Komik nicht harmlos bleibt Im Spiel um Liebe und Verantwortung weiß Schachspieler Mopils um seine schwache Stellung. Sein furioses Endspiel fuhrt zu einer überraschenden Lösung.
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