| In 'Krass!' erzählt Burroughs die Geschichte seiner eigenen Kindheit. Als seine Mutter den gefühlskalten Vater verlässt, um eine grosse Dichterin zu werden, nimmt sie ihren Sohn zwar mit, aber der Kunst und ihrer gefährdeten Seelenruhe zuliebe schiebt sie ihn bald in die Obhut ihres Therapeuten ab. Der sehr unkonventionelle Dr. Finch haust mit den Seinen in einem heruntergekommenen viktorianischen Gruselbau. Vor dem Haus lagern Weihnachtsbäume und Truthahnskelette, und auch die neue Familie hat es in sich. Jede Woche veranstaltet der Doktor seltsame Demonstrationen auf den Strassen der Stadt, gefolgt von seinen zahlreichen Kindern und Mündeln. Man ernährt sich von Hundekuchen und Chicken McNuggets, schluckt Valium wie Smarties und lässt sich bei jeder Alltagsfrage von einem per Zufallsprinzip ausgesuchten Bibelwort leiten. Und wenn den Kindern gar kein Spiel mehr einfällt, dann gibt es ja immer noch das alte Elektroschockgerät unter der Treppe... |