Die genau recherchierte Geschichte des blutig niedergeschlagenen Osteraufstandes 1916 in Dublin ist der Hintergrund dieses farbigen Romans. Über Tunis, Berlin, New York nach Dublin verfolgt Bütow den Weg und das Schicksal des irischen Dichters Joseph Plamlett: Freunde suchen Joseph Plamlett in Tunis auf und versuchen ihn zu überreden sich der Befreiungsbewegung in Irland anzuschließen. Plamlett steht vor der Entscheidung seines Lebens: soll er der Poesie oder der Befreiung seines Landes dienen? Seine Entscheidung fällt für das politische Handeln Im Ausbruch des Ersten Weltkrieges sehen Plamlett und seine Freunde die Chance, durch eine Rebellion Englands Macht in Irland zu brechen. Ständig schwankend zwischen seiner Liebe zur Dichtung und dem, was er als seine Pflicht empfindet, organisiert er den Widerstand in Irland Er sorgt für die Waffenbeschaflung im Ausland und bildet den Militärrat für den Aufstand. Auch die aristokratische Grace, Plamletts Geliebte, schließt sich dem Unabhängigkeitskampf an Dann bricht der Aufstand los. Schlecht vorbereitet, dilettantisch organisiert von den jungen Intellektuellen, geraten die irischen Freiwilligen sofort in eine schwierige Lage Die von ihnen besetzten Stadtteile Dublins werden von den Engländern eingeschlossen, die Munition wird knapp und die irische Bevölkerung bleibt teilnahmslos. Als die englischen Truppen Verstärkung erhalten und Artillerie einsetzen, ist das blutige Ende von Plamletts Träumen nahe... Dies ist aber mehr als ein spannender historischer Roman, vor dem internationalen Hintergrund setzt Bütow das problembeladene Verhältnis des Intellektuellen zur politischen Tat in eine farbige Handlung um In seiner Darstellung der historischen Figur Plam-lett sucht er Antwort auf eine der zentralen Fragen der Gegenwart.
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